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Vorrede des Verfassers

 

Gepriesen sei der Herr, mein Hort, der da lehret meine Hände den Streit, meine Finger den Krieg. (Ps. 144:1)
 
Es spricht der Geringe unter den Schülern der Gesetzkundigen, der Kleinste unter allen Angehörigen der gelehrten Genossenschaft Isaak, Sohn meines Vaters Abraham, möge dessen Seele des ewigen Lebens theilhaftig sein.
Mich erfüllt der Eifer für den Herrn, den Gott Zebaoth, ob der Entweihung seines großen, heiligen, geehrten und furchtharen Namens, wie der Entweihung seiner heiligen, vollkommenen, wahren, richtigen und theuren Lehre, welche die Seele erquickt, den Thoren flug, das Herz vergnügt und die Augen hellsehend macht, da ich gewahre, das aus dem gerechten, glaubenstreuen Volke dahin ist der Fromme und die Gläubigen fehlen, die, erzogen mit der Gotteslehre und den Büchern der wahrhaften Propheten, im Besitze der Wissenschaft wären, was zu erwidern sei den Lästerzungen, ich meine, den nazarenischen Völkern, die Abfall reden, und mit unwahren Worten gegen den Gott der Hebräer großsprechen, den Schöpfer aller geschaffenen Wesen, so daß die Wahrheit, wegen Mangels an Wissen, nicht an den Tag kommt, während die Lüge, durch die macht ihrer Anhänger sich immer mehr Bahn bricht.
Stets, alle Zeit wird der göttliche Name gelästert von jenen Streitsüchtigen, welche lästernd und zudringlich, mit den Pfeilen ihrer Zunge die unglücklichen, im Wissen schwachen, betrübten und bekümmerten Männer verwunden, welche bedrückt und bedrängt, in alle vier Weltgegenden umher gestreut, Schlag auf Schlag erleiden, denen, wegen langer Dauer der Verbannung, wegen Druckes der erschrecklichen Tagesbegebenheiten und Noth, der sie mit bitterem Unglückwasser tränkenden Zeiten, die Weisheit der Weisen abhanden kommt, und die Vernunft der Vernünftigen entschwindet, so daß die Gotteslehre abnimmt, und durchaus kein Ausspruch der Wahrheit an das Licht gelangt.
Und obschon sich gewichtige Worte, richtige überaus feste (Argumente nämlich zu Gunsten des Judenthums) anführen lassen, die lauter wie Gold, vernunftgemäß für die Einsichtigen und lebensvoll für die sind, welche sie auffinden, ohne Mängel und Verkehrtheit; so tritt hier jedoch die menschliche Zaghaftigkeit hindernd entgegen, denn wer vermag den Streit aufzunehmen mit Jemand, der stärker ist als er, der Gewalt brauchen kann, ohne daß eine Abwehr frei stände?
Gleichwohl halten auch die Frommen sich daran, so kommen doch die Ruchlosen zum, Falle. Darum haben unsere Lehrer s. A. uns die Lehre gegeben und gesagt: Befleißige dich das Gesetz zu studiren, und strebe zu wissen, was du dem Leugner erwidern sollst! (Aboth 2:19)
Hierunter sind die nicht israelitischen Leugner gemeint, wenn diese nämlich uns gegen das göttliche vollkommene Gesetz Fragen vorlegen und hinterlistige verfängliche Einwendungen, unterstützt durch die Waffe des Verstandes, wie dies von jeher ihre Gewohnheit ist, und wobei sie sich abgeschmackter Aeußerungen bedienen, denn zu allen Zeiten pflegen sie zu sagen: Ihr Einfältigen und Thoren, ihr erbärmlichen Juden, daß ihr nicht sehen und erkennet aus den Worten der Propheten, die auf Befehl des Gottes aller Götter geweissagt haben, wie entfernt und getrennt ihr vom Wege der Wahrheit seid, und nicht wisset, wo der Weg ist, auf welchem das Licht anzutreffen, der Weg, den die Erlösten gehen.
So thun sie weit den Mund auf, und spotten, ohne daß jemand wehrt.
Hört auch der gedrückte und gebeugte Israelit die Stimme des Schmähsüchtigen und Lästerers, so öffnet er doch den Mund nicht, weil er keine Antwort findet.
Es erfaßt ihn Wehe und Leiden, weil er keinen Lehrer gehört und sich um Erleuchtung des Verstandes nicht mehr bestrebt hat, als um den Wein thörichter Genüsse, oder weil die Beschwerden des Erils ihn verhindert die Wahrheit einzusehen, und er es deswegen nicht versteht, die Rechte und Jugendvorschriften Gottes in ein schönes Licht zu setzen, und dadurch dessen Größe den Menschen kund zu thun.
 
Dies gewahrend, sagte ich zu mir selbst, es ist Zeit zu Ehren Gottes ein Buch zu verfassen, von geringem Umfange und bedeutendem Inhalte, worin ich kurz und ohne Weitschweifigkeit sein will, auf daß es Leuten meinesgleichen, die schwach an Wissen und Vernunft sind, zur Stütze diene.

Ich nenne es Buch der Befestigung im Glauben, weil es den Zweck hat, denen, deren Hände, wegen Mangels an Verständniß der Worte unserer prophetischen Verheißungen, erschlaffen, Festigkeit, und denen, deren Kniee, wegen langer Dauer unseres Exils wanken, Kräftigung zu verleihen.

Denn wohl habe ich von Vielen, die sich vormals zu Israel zählten, den Vorwurf gehört, daß der Glaube ihnen deshalb abhanden gekommen sei, und von ihnen nicht bekannt werde, daß sie deshalb sich unter anders glaubende Völker gemischt und deren Handlungsweise und Religionsdienst angenommen, weil sie unglücklicher Weise, bei ihrem Umgange mit Letzteren nicht im Stande gewesen, deren Behauptungen entgegen zu treten und ihnen sowohl aus den Worten der Propheten das Unwahre ihrer Ruhmredigkeit und ihres Stolzes nachzuweisen, als auch das Unrichtige und Irrthümliche der in ihren Religionsbüchern enthaltenen Zeugnisse.

Ist es auch wahr, daß diese Nation um unserer Sünden willen die Obergewalt über uns hat, so ist doch die Wahrheit eine Helferin, und werden wir sie auch von ihrem Glauben nicht abführen, so werden wir doch ihren Vorwürfen gegen uns Einhalt thun, und sie werden inne werden, daß sie nicht im Besitze der Wahrheit sind – was auch Viele unter ihnen wissen – sondern daß ihre Augen nicht recht sehen, ihre Herzen nicht recht begreifen.

In der That, nachdem Gott, durch die Fülle seiner Gnade und Treue, meinem Verstande die Augen geöffnet, so daß ich im Stande war, ein Weniges – einem Tropfen aus dem großen Ocean gleich – von seiner wunderbaren Lehre zu begreifen, gleichsam einem geringen zehntausendsten Theil von den Geheimnissen seines Gesetzes, wie auch manche Schriften der Völker, in Ihren eigenen Sprachen zu lesen und zu verstehen, da mir in meiner Jugend, zu Zeiten, der Zugang zu Fürsten und vornehmen Leuten in ihre Höfe und Paläste gestattet war, hatte ich Gelegenheit die Irrthümer in den von ihnen verfaßten Schriften kennen zu lernen, zu hören, wie sie unrichtige Behauptungen aufstellten, sich mit sonderbaren Meinungen und abgeschmackten Hypothesen befreundeten und überhaupt viele unvernünftige Reden führten.
 
Dessen ungeachtet, trotz ihrem Unverstande, thaten sie gegen mich den Mund weit auf, trotz ihrem geringen Wissen, machten sie viele Worte, um schwache Beweise aus unserer Lehre heranzubringen, um aus den Worten der Propheten und heiligen Schriften lügenhafte Einwendungen und Schwierigkeiten zu erheben, die sich weder begründen lassen, noch in ihnen enthalten sind, und gestützt hierauf lassen sie (die Vornehmen) sich zum Irrthum und zu falschem Urtheil verleiten, um dem Allerhöchsten zuwider zu sein.
 
Ich, der Jüngste meines Stammes, der Aermste meiner Nation, habe, sowohl in meiner Jugend, als überhaupt durch meine ganze Lebenzeit, obschon ich nur ein geringfügiger, unbedeutender Mensch war, der weder Weisheit noch Wissenschaft der Heiligen gelernt hatte, dennoch mit hohen Geistlichen, Landeshäuptern, vornehmen Beamten und bedeutenden Gelehrten disputirt, wie auch mit Jedem, der Luft bezeugte, sich mit mir in Disput einzulassen, und sie beleidigten mich nicht, weil ich sanft und in milden, begütigenden Worten zu ihnen sprach, nicht aber in Worten des Zankes und Haders.
Nicht nur haben sie mich beschämt, sondern bei Anhörung meiner Worte, Einwendung und Antworten, mich mehr liebgewonnen, denn Lehre der Wahrheit führte ich im Munde und kein Unrecht kam über meine Lippen, ich sprach ein Wort, wofür ich nicht einen Beleg in der Schrift der Wahrheit nachwies, damit die Wahrheit Allen einleuchte, und nicht verborgen sei.
 
Demzufolge hatte ich mich entschlossen, mir zur Erinnerung schriftlich aufzuzeichnen, sowohl die unhaltbaren Angriffe, von den christlichen Großen und Gelehrten aus den Bücher ihres Evangeliums gegen mich vorgebracht, als auch meine Erwiderungen auf einen jeden dieser Anggriffe, ingleichen einen Theil der Angriffe, die ich wieder ihren Behauptungen entgegengesetzt, bald wie es mir mein eigener Geist eingegeben, bald wie ich es von Gelehrten und aus Schriften überkommen hatte.
 
 

 

 

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