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Kapitel 3

 

Ein Mann aus der griechischen Nation äußerte sich gegen mich, wie folgt: Warum habt ihr heutzutage keinen König aus eurer Nation, wie dies in der Vorzeit der Fall gewesen? Gewiß nur deswegen, weil ihr den Glauben an Jesum von Nazareth und dessen Königswürde, der König von Israel war, nicht anerkannt habt; darum ist das Königsthum aus Israel geschwunden.
 
Ich antwortete ihm hierauf; Es ist allbekannt aus den Schriften der Propheten s.A, daß um unserer vieler Sünden willen, das Königsthum aus unserer Mitte geschwunden, zur Zeit Nebukadnezars, Königs von Babel, als er den Zedkiah, König von Jehudah, nach Babel vertrieben, mehr als 400 Jahre vor Jesu.
Unsere Vorfahren waren Babyloniern in Babel unterthan, standen hernach unter medischer, später unter griechischer Herrschaft, und schon geraume Zeit vor der Geburt Jesus standen wir unter Botmäßigkeit der Römer. Ersiehst du dies nicht aus eurem Evangelium, Lukas 3,1: Im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius war Pilatus Statthalter über Judäa. Ferner Johannes 19,15, sagen die Pharisäer; Wir haben keinen König, als nur den Kaiser.
Wenn du aber das Königsthum Israels dem Jesu zuschreibst, so wissen wir nicht, wer ihn zum König eingesetzt, und wo er über Israel regiert hat, da man ihn doch, wie einen der Geringsten unter dem Volke hinrichten ließ.
Sieh, die Könige Roms waren die Veranlassung seines (Jesu) Todes und des Todes seiner Jünger und Apostel und dennoch besteht ihr Reich, während ihr, die griechische Nation nämlich, die ihr doch den Glauben früher, als andere Nationen angenommen, gleichwohl bereits nach Uebernahme dieses Glaubens, euer Reich eingebüßt habt, und zur Zeit keinen König aus eurer eignen Nation, wie früher, besitzet, denn der König der Ismaeliten, König der Türkei, der gegenwärtig über Palästina herrscht, herrscht auch über Griechenland, ebenso ist das ungarische Reich, obschon es den Glauben an Jesum von Nazareth festhält, zerrissen worden, hat sein Königthum eingebüßt und besitzt keinen König mehr, aus seiner eigenen Nation wie früher, sondern wird vom König der Türkei beherrscht.
Ein gleiches Schicksal theilen viele christliche Reiche, die früher Könige aus ihrer Nation besessen, jedoch gegenwärtig dem ismaelitischen König der Türkei unterthan sind; und obschon dieser wir alle ismaelitischen Völkerschaften an die Lehre Jesu nicht Glauben, und den Anhängern derselben nach dem Leben trachten; so ist ihr Reich, noch zur Stunde im blühendsten Zustande, wie ihr mit eigenen Augen sehet.
 
 

 

 

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